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Basstölpel
Gannet
Sula bassana
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Der
größte britische Seevogel (90cm) ist verwandt mit Kormoran und
Krähenscharbe (Familie: Sulidae). Das ist nicht auf den ersten
Blick erkennbar, wird jedoch beim Vergleich der Füße sofort
bestätigt. All diese Vögel haben vier Zehen, die mit
Schwimmhäuten verbunden sind. Der Basstölpel gehört zu den Arten,
die mit den modernen Zeiten gut zurecht kommen und sich in den
letzten Jahrzehnten stark vermehrten. Schottland hält die drei
weltgrößten Kolonien der Art auf St.
Kilda, Bass Rock und
Ailsa Craig.
Der
Gannet ist unverwechselbar mit seinem schlanken, pfeilartigen
Körper, weißem Federkleid, gelber Einfärbung des Hinterkopfes und
Nacken, schwarzen Flügelspitzen und dem markant gezeichneten,
spitzen Schabel. Die Jungvögel sind zunächst nicht weiß, sondern
eher braun-schwarz mit allmählich größer werdenden weißen
Flecken. Es dauert mindestens vier Jahre, bis der Vogel das
endgültige Kleid ausgebildet hat.
Basstölpel
bauen auf schmalen Felsvorsprüngen große Nester aus Seetang für
normalerweise ein Ei. Die Nester stehen dicht beieinander, wodurch
immer wieder lautstarke Nachbarschaftstreits provoziert werden.
Die
Fischjagd geschieht auf spektakuläre Art. Aus größer Höhe - bis
zu 30m - stürzen sich die Vögel kopfüber ins Wasser, formen dabei
kurz vor dem Eintauchen Körper und Flügel zu einer Pfeilspitze.
Eine
Anekdote besagt, dass Gannets, die in Schottland jeher als Speise
verschmäht wurden, während des zweiten Weltkriegs in Londoner
Restaurants als "Highland-Gans" auf den Tisch kamen.
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