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Canna ist eine der 4 kleinen Inseln südlich von Skye, die "Small Isles" genannt werden. Alle sind bewohnt und werden von der Fährgesellschaft Caledonian MacBrayne, kurz Calmac, fahrplanmäßig das ganze Jahr über täglich von Mallaig aus angefahren. Seit Mai 2000 gibt es eine neue, größere Fähre, die die alte MS Lochmor abgelöst hat. Das ist etwas schade, denn auf der kleinen Lochmor konnte man ganz oben, noch über dem Kapitän, nach Delphinen, Haien und Walen Ausschau halten. Die neue Fähre kann jetzt auch Fahrzeuge transportieren, heißt es. Die Inselhäfen sind aber darauf noch nicht eingerichtet. Für Touristen kommt ohnehin ein Autotransport auf die Small Isles - eben - nicht in Frage. Mit Calmac ist nur am Samstag ein Tagesausflug nach Canna möglich. Das ist dann ein sehr langer Tag mit Abfahrt im Morgengrauen und Rückkehr am Abend. Dafür hat man aber auch 9 Stunden Aufenthalt. Vorzuziehen sind aber in jedem Fall 2 bis 3 Übernachtungen. Von Arisaig gibt es eine kleine Personenfähre, die allerdings nur in der Saison und nicht Canna, sondern lediglich die anderen 3 Inseln, Muck, Eigg und Rum, anfährt.
Ortscharakter Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Die Fährhäfen Arisaig und Mallaig liegen an der landschaftlich sehenswerten Road to the Isles (sehr informative Website). Mallaig ist ein lebhafter Fischerhafen und hat ein liebevoll geführtes, kleines Meeresaquarium. Kurz nach Arisaig passiert man Morar, an dessen Stränden der Filmklassiker Local Hero (nur die Strandszenen) gedreht wurde. Allerdings hat das Ortsbild etwas unter dem Straßenausbau gelitten. Nun aber zu Canna selbst. Canna verfügt als einzige der Small Isles über einen Pier, an dem die Fähre anlegen kann (bei den anderen wird man aus- und eingebootet). Canna hatte zur Zeit unseres Besuches (1999) 14 Einwohner, die sich genau genommen auf 2 Inseln, Canna und Sanday, verteilen, die mit einer Fußgängerbrücke verbunden sind. Bei Ebbe geht's auch mit dem Landrover. Das Interessanteste an Canna, neben der abwechslungsreichen Küstenlinie, ist denn auch, einen Eindruck vom Leben der Inselbewohner zu bekommen. Bildschön ist aber die Lage der Insel, mit dem Blick nach Süden auf die Berge von Rhum und nach Nordosten auf die Cuillins von Skye. Canna selbst ist vergleichsweise flach, dennoch ist das weglose Wandern auf der Insel sehr zeitraubend und eine Umrundung nicht an einem Tag zu schaffen.
Vögel Canna wird eigentlich nicht wegen der Vogelwelt besucht, das galt auch für uns. Umso überraschter waren wir, als wir bei unserer letzten kurzen Vormittagswanderung auf eine ansehnliche Puffin-Kolonie stießen. Zutraulich wie immer ließen uns die Vögel mit der Kamera nah heran. Und das ganze in dramatischer Küstenlandschaft drapiert. Unsere B&B-Wirtin mußte das, was wir als Attraktion empfanden, für völlig selbstverständlich und belanglos gehalten haben, denn sie hatte uns noch nicht mal darauf aufmerksam gemacht. Unterkunft Wie erwähnt, gibt es ein B&B-Angebot
auf der Insel, natürlich full board, denn ein Lebensmittelgeschäft oder
gar Pub oder Restaurant gibt es nicht. Es fehlt nicht an Komfort, Heizung
und Dusche sind vorhanden. Es mag nicht jedermanns Sache sein, auf relativ
engem Raum mit der Gastgeberfamilie zu leben, Aufenthaltsräume für die
Gäste gibt es nicht (Mrs McKinnan, Tel. 01687-462465). |
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