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Lage, Erreichbarkeit Fair Isle liegt auf halber Strecke zwischen den Inselgruppen von Orkney und Shetland. Die Insel liegt zwar sehr einsam, ist jedoch mit regelmäßigem Linienverkehr gut erreichbar. Sie gehört verwaltungspolitisch zu Shetland und wird auch nur von dort angesteuert. Von Sumburgh, der Südspitze von Shetland Mainland, sind es 25 km bis Fair Isle. Dreimal wöchentlich fährt die Personenfähre Good Shepherd. Viermal wöchentlich fliegt ein 8-Sitzer von Loganair, einer Tochtergesellschaft der British Airways. Bei der Zeitplanung sollte man jedoch Sicherheitspuffer einbauen, denn die Verbindung ist stark wetterabhängig. Wenn starker Wind aus der falschen Richtung kommt, kann der Flieger nicht landen. Und der Shepherd fährt nicht bei hoher See.
Ortscharakter Fair
Isle gehört dem National Trust of Scotland (NTS), hat etwa 70 Einwohner
und ein reges kulturelles Leben. Das drückt sich nicht zuletzt durch die
ausgepägte Internet-Präsenz der Bewohner aus: Offizielle
Inselseite, Schul-Seite,
Wetterstation,
Inselzeitung Fair Isle
Times. Berühmt ist die Insel bei Birdwatchern (siehe unten) und durch
ihre von den Einwohnern mit speziellen Mustern gestrickten Wollpullover. Bewegung kommt auch
ins Inselleben durch rund 1000 Yachten, die den Stützpunkt per anno
anfahren. Sehr sehenswert ist die Küstenlinie, eigentlich rundherum.
Besonders beeindruckt hat mich aber die Westseite, mit einem riesigen
Einsturzkrater (blowhole) ein ganzes Stück inlands, in den man hinabgehen
kann und wo einem das Meer dann durch einen Tunnel entgegenschwappt.
Vögel Wegen der einsamen Lage der Insel bietet sie sich als idealer Pausenstop für Zugvögel an. Deshalb zieht Fair Isle vor allem im Frühjar und Herbst die Vogelkundler an. Wen wundert's da, daß es eine professionelle Bird Observatory gibt, die sachkundige Führungen durchführt, im Sommer auch Bootsfahrten um die Insel und nicht zuletzt auch Unterkunft mit voller Verpflegung anbietet. Mehrmals täglich geht der Warden die birdtraps ab (Vogelfangstationen), und man darf ihn gern begleiten, um mit etwas Glück seltene Vögel aus nächster Nähe zu sehen und bei der Registrierung und Beringung zu helfen. Kaum noch nötig zu erwähnen, daß alle Klippenvögel vertreten sind, und es ist ein wirkliches Vergnügen, sich bei einem kurzen after-dinner-Spaziergang vorsichtig und still in eine Puffin-Kolonie zu setzen.
Unterkunft Erste
Anlaufstelle ist natürlich die oben erwähnte Bird
Observatory. Sie bietet Unterkunft im Stil einer Jugendherberge, es
gibt aber auch Einzel- und Doppelzimmer, Dusche/WC allerdings nur je
Etage. Große Aufenthaltsräume mit viel einschlägiger Literatur,
auch TV. Verpflegung mit Kantinen-Service, aber ganz o.k., nach
Vereinbarung auch vegetarisch.
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