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Isle of Lundy

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Lage, Erreichbarkeit   Übersichtskarte (© multimap) 

Die autofreie Insel Lundy liegt etwa 16 km nördlich der Küste von North Devon am Eingang des Bristol Channel, der Südwestengland von Wales trennt. Die Personenfähre (MS Oldenburg, war früher in der ostfriesischen Nordsee unterwegs) fährt mehrmals wöchentlich von Bideford oder Ilfracombe. Es ist unbedingt langfristige Vorausbuchung erforderlich, da viele Tagesausflügler mitfahren.

Im Winter steht als Alternative auch ein regelmäßiger Helicopter-Service zur Verfügung. Für den Fall, dass das Boot im Sommer wegen widrigen Wetters ausfällt, wird auch dann der Helicopter als Ersatz-Verbindung angeboten. Die Überfahrt mit dem Boot dauert rund 2 Stunden. Je nach Fahrplan kann es vorkommen, dass man aus einem Hafen abfährt und bei der Rückfahrt im anderen ankommt (Ilfracombe bzw. Bideford). Dann ist aber für Bustransfer gesorgt.

 

MS Oldenburg am Steg in der Hafenbucht.

So sieht die gleiche Stelle bei Ebbe aus.

Kurzinformationen

Lundy ist rund 5 km lang (Süd-Nord) und 1 km breit (Ost-West), eine als Hochebene (bis 120 m) flache Felseninsel aus Granit mit hohen Klippen im Süden und Westen sowie steilen baumbestandenen Hängen im Osten. Es gibt 3 Leuchttürme, das renovierte, bewohnbare Marisco Castle, eine Kirche, einen shop und auch eine "tavern" sowie einen Bauernhof. Die Insel gehört vollständig dem National Trust, der sie zur Verwaltung dem Landmark Trust übergeben hat. Der Landmark Trust restauriert die wenigen Häuser und sonstigen Gebäude der Insel und bietet sie fast ausnahmslos als Ferienwohnungen an. Außerdem kümmert er sich natürlich um Flora und Fauna sowie den Küstenschutz.

Wirkliche Dauer-Bewohner gibt es auf der Insel nicht mehr. Alle Anwesenden sind Mitarbeiter des Landmark-Trust. Für den Besucher hat das Vor- und Nachteile. Ein echtes Dorfleben wird man vermissen. Dafür ist man als Tourist und einzige Einnahmequelle immer hochwillkommen. Man darf sich auf der Insel überall frei bewegen. Im Shop wird den ganzen Urlaub über angeschrieben. Nach einem  3tägigen Aufenthalt wird man kein unbekanntes Gesicht mehr sehen. Mit allen Leuten, Gastgebern oder Gästen, kommt man leicht ins Gespräch, da man sich immer wieder begegnet.

Für eine Spazier-Runde um die ganze Insel kann man getrost einen ganzen Tag ansetzen. Andererseits läßt sie sich joggend in ca. 75 Minuten locker ablaufen. So kam ich in 3 Tagen auf insgesamt 5 Umrundungen, zweimal gemütlich mit dem Fotoapparat, dreimal laufend vor dem Frühstück.

Die Vogelwelt ist allerdings enttäuschend. Nur noch eine Handvoll Paare von Papageientauchern gibt es, die man ohne Hilfe des Warden nicht zu Gesicht bekommen wird. Die anderen Klippenvögel, Fulmars, Guillemots und Razorbills, sind nur mit dem Fernglas zu beobachten, da sie sich auf unzugängliche Klippen zurückgezogen haben.

Dennoch ist die Insel allemal einen mehrtägigen Besuch wert, schon allein wegen der Ruhe und Abgeschiedenheit, den originellen Quartieren des Landmark Trust, dem gemütlich Pub-Treffpunkt und dem Hochsee-Klima. Dazu eine Atmosphäre, die man nur als very, very British bezeichnen kann.
Ich bin sonst kein Frühaufsteher, ab die morgendlichen Läufe über diese einsame Insel habe ich genossen.

Die Kirche dient aus Ausstellungshalle für den Warden,
der hier auch seine Dia-Vorträge hält.  

Der Leuchtturm am Nordende ist wie sein Gegenstück
im Süden der Insel in Betrieb.

Devil's Lime Kiln ist die dramatischste Stelle der Insel.
Vorsicht bei der Annäherung! Es gibt keinen Zaun.

Ein gigantisches, eingestürztes Blowhole, wie man es sonst
nur auf den Äußeren Hebriden oder in Shetland findet.

Die Vogelwelt hat im Sommer nicht sehr viel zu bieten. Diese selbstbewußte Herring Gull ist aber auch einen Blick wert.

Soay Sheep sind eigentlich auf dem Archipel von St. Kilda zu Hause. Sie müssen sich hier wie im sonnigen Süden fühlen.

Unterkunft

Quartiere gibt es ausschließlich beim Landmark Trust, und zwar nur in Form von Ferienwohnungen bzw. -häusern oder auf dem Camping-Platz. Die Häuser sind allesamt sehr originell. Immer höchst  geschmackvoll eingericht, zum Teil einfach, zum Teil luxuriös mit antiquarischen Möbeln. Aber der Landmark Trust hat Prinzipien: In seinen Häusern gibt es niemals TV oder Radio, auch keine Mikrowellen. Der Trust ist der Ansicht, dass dieses neumodische Gerät nicht in seine stets historischen Stätten gehört.

Auf Lundy gibt es Wohnungen in allen erdenklichen Größen, für Paare und sehr große Gruppen. Die Quartiere sind zum Teil sehr ungewöhnlich, zum Beispiel im renovierten Castle, im alten Leuchtturm oder im kleinen Lookout Post, der über keinen Stromanschluss verfügt, dafür aber kilometerweit auch keinen Nachbarn hat. Alle Häuser des Landmark Trust (im ganzen Land) werden in einem schönen, aber teuren Katalog vorgestellt, dessen Preis bei späterer Buchung angerechnet wird. Eine Buchung ohne die Informationen aus diesem Katalog ist nicht möglich.

Links
Lundy Island official website
Landmark Trust
Landmark Trust Lundy Page
Universität Bath: Lundy Page
Klettern auf Lundy

Symphonie in Grün und Blau:
Das restaurierte Castle bietet 4 Ferienwohnungen,
3 im Innenhof und 1 außen mit Meeresblick.

Wir sind im Castle Keep. Klein, aber gemütlich und geschmackvoll, das preiswerteste der zum Teil
luxuriösen Quartiere auf der Insel.

Devil's Kitchen - in dieser felsigen Bay toben bei Flut die Wellen. Nicht versäumen: Der Warden zeigt auf einer kleinen Führung das Leben in den rock pools.

Ein Zeuge der Eiszeit: Dieser Fels sieht aus,
als könne er leicht zum Rolling Stone werden.

Devil's Slide ist eine sehr auffällige Felsformation.
Hier sind die Kletterer aktiv.

Die Ostküste mit Blick zum Hafen am Südende.

Literatur

Ingolf Pompe, Jochen Müssig, Doris Seitz
Cornwall, Devon

Gebundene Ausgabe - 96 Seiten -
Bucher
Erscheinungsdatum: 2003

 

Elke Kößling
Gebrauchsanweisung für Südengland

Broschiert - 208 Seiten -
Piper
Erscheinungsdatum: 2002
 

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 Uli Sauer, Witten