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Lage, Erreichbarkeit
Regelmäßig und ganzjährig verkehren die Fähren der Calmac zwischen Oban und Craignure sowie zwischen Lochaline und Fishnish. In der Sommersaison gibt es eine weitere Autofähre als Nordverbindung zwischen Tobermory und Kilchoan. Ortscharakter, Attraktionen Mull ist mit 2500 Bewohnern nur sehr dünn besiedelt. Hauptort ist das idyllische Hafenstädtchen Tobermory, dessen bunte Häuserreihe auf vielen Kalenderblättern zu finden ist. Auch Dervaig ist ein gewachsenes Dorf in sehenswert schöner Lage, während alle anderen Orte eher unzusammenhängende Ansiedlungen sind. Für die weitaus meisten Touristen ist die Insel (sehr zu Unrecht) nur Durchfahrtstation auf dem Weg zur kleinen Nachbarinsel Iona. Ziel ist Iona Abbey, die als älteste christliche Niederlassung in Schottland gilt (gegründet 563 durch den irischen Missionar St. Columba). Auch die zweitgrößte Sehenswürdigkeit ist eine Nachbarinsel. Die natürlichen Basaltsäulen von Staffa sind weltberühmt, nicht erst seit Mendelssohn den Anblick der Fingal's Cave vertont hat. Zwei sehenswerte Castles sind zu besichtigen: Torosay, viktorianisches mansion house mit schönen Gartenanlagen, und Duart Castle, beide an der Ostküste nahe Craignure. Seit 2001 gibt es auch ein Birds of Prey Centre bei Torosay. Glengorm Castle, wunderbar gelegen an der Nordküste, ist in Privatbesitz und bietet B&B sowie Self Catering für sehr betuchte Gäste. Moy Castle ist eine idyllisch platzierte Turm-Ruine am Loch Buie im Süden. Der kleine Ausflug mit der Museumsbahn ist eher für gelangweilte Familien geeignet. Ein absolutes Muss ist dagegen der Boat trip mit Turus Mara, unbedingt emfehlenswert ist die Version mit Aufenthalt auf Lunga und Staffa. Whale Watching auch mit der MV Famer. Mitte Juli finden stets die Mull Highland Games statt.
Mull erschließt sich dem Besucher nicht am ersten Tag. Die sehr schönen Fotos
auf der website des Kinloch
Hotel geben einen Eindruck der Naturerlebnisse, die hier demjenigen
möglich sind, der Zeit und Muße hat. Wanderungen Mull beherbergt einen Munro (Berg über 3000 Fuß), den Ben More (gälisch für Big Hill). Er ist von jedem ausdauernden Wanderer problemlos zu besteigen und bietet den klassischen Hebriden-Rundblick. Großartig ist die dramatische Küstenline im Westen, insbesondere in der südlichen Hälfte. Eine der spannendsten Küstenwanderungen, die Schottland überhaupt zu bieten hat, ist der Weg zu MacCulloch's Fossil Tree, einem versteinerten Baumstamm (not for the faint-hearted, da der Pfad oft sehr schmal ist und direkt am Abgrund verläuft, 7 Stunden hin und zurück insgesamt). Kürzere, aber höchst attraktive Wanderungen führen zu den Carsaig Arches und zur McKinnan's Cave (beide nur bei Ebbe möglich, für die Höhle starke Taschenlampe mitnehmen). Im Norden bietet sich zwischen Dervaig und Tobermory ein aussichtsreicher Spaziergang um den Kratersee S'Airde Beinn an. Sehr schön ist auch die Umrundung der Insel Ulva (Personenfähre) auf guten Wegen, ein Tagesausflug, den man nicht versäumen sollte. Müßig zu sagen, dass man auf allen Wegen der Tierwelt begegnen wird. Für Vogelfreunde: der Mull Bird Club. Ansonsten gibt es Otter, Seals, Wale und Delphine, Red Deer. Unterkunft Zahlreiche
B&Bs, die häufigsten natürlich in Tobermory, aber auch über die
ganze Insel verstreut. Siehe dazu die wesites von Zynet,
Internet Guide to
Scotland, und der Accommodations-Site.
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