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Lage,
Erreichbarkeit
Tiree
ist die westlichste Insel der Inneren Hebriden und äußerer Nachbar der Insel
Coll. Täglich einmal, außer sonntags, versorgt Caledonian
MacBrayne Tiree von Oban
aus mit der Autofähre, die unterwegs auf Hin- und Rückweg auch in Coll
anlegt. Früher gab es auch einen Zwischenstopp in Tobermory (Mull). Doch
das ist Vergangenheit, seit die neue, größere Fähre die Kapazität der
kleinen Rampe in Tobermory überschreitet. Im Sommer, erstmals in 07/2002,
gibt es eine zusätzliche Route Oban-Tiree-Barra, die auch einen
Tagesaufenthalt auf Tiree ermöglicht. Tiree hat auch einen Flughafen,
der täglich von Loganair
ab Glasgow angeflogen wird. So werden auch jeden Mittag die Tageszeitungen
geliefert.
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| Land
hinter den Wellen heißt die Insel auch. Sie liegt
durchschnittlich 15m über dem Meeresspiegel. |
Im Juni
verfärbt sich die Insel gelb, mit
einem Meer von Butterblumen. |
Ortscharakter,
Attraktionen
Tiree
heißt auf Gälisch Tir-an-eorna, land of the barley. Die Insel ist flach und
fruchtbar. Vieh- und Schafzucht sind neben dem Tourismus die
Haupteinnahmequellen. Da die atlantischen Stürme die Insel ohne jedes
Hindernis erreichen, sucht man Bäume nahezu vergebens, und die Bewohner
haben alle Mühe, hinter halbhohen Mauern kleine Gärten zu pflegen. Auf
dem topfebenen Eiland gibt es drei markante Hügel, die alle die 100m
überschreiten. Auf dem höchsten Berg, Ben Hynish (141m), ist der
"Golfball" zu sehen, eine Radarstation für die zivile
Luftfahrt. Die Insel ist 16km lang und 6,5km breit. Sie hat etwa 800
Einwohner, die neben dem kleinen Hauptort Scarinish über die
gesamte Insel verstreut leben. Als Folge dieser Zersiedelung gibt es
überraschend viele Straßen, die natürlich sämtlich single-tracks
(einspurig mit Ausweichstellen) sind.
Besonders attraktiv ist die Insel für
Windsurfer. Viele internationale Wettbewerbe haben bereits auf Tiree
stattgefunden. Unbedingt zu empfehlen ist die liebevoll gestaltete website
des Windsurfers Gavin
Shaw, mit vielen schönen Fotos, die einen umfassenden Eindruck der
gesamten Insel vermitteln. Für den gemeinen Touristen sind sicherlich
die vielen Strände das Highlight, die fast alle unmittelbar von der
Straße aus zugänglich sind. Am Westende in Hynish ist der Signal Tower,
der zum kleinen Museum
umgestaltet wurde, einen Besuch wert.
Weitere Informationen im Netz auf der stets aktuellen Seite von Gordon
Scott und im Internet
Guide for Scotland sowie auf der Seite von Elaine
Williams. Für Geschichtsinteressierte: Tiree
Archive (höre auch: Tiree love song by Mary Flora Mac Donald)
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Black
Houses sind ein häufiger Anblick.
Hier sind sie restauriert zu Ferienhäusern
an der Gott bay. |
Viele Häuser der
Vorfahren sind auch verfallen.
Hier hat auch die spätere Generation bereits ihr
Heim verlassen. Die Einwohnerzahl ist von
4500 (19. Jhdt.) auf 800 zurückgegangen. |
Wanderungen
Die
für Wanderer interessanteste Stelle ist die Halbinsel Hynish im Westen
mit einer dramatisch zerklüfteten Küste. Achtung: Hier ist Vorsicht
geboten, denn es ist schon vorgekommen, dass Höhlendecken unter dem
Begeher zusammengebrochen sind. Das Inselinnere ist für den Wanderer
weniger spannend. Auf den schmalen Straßen ist relativ viel Verkehr.
Ansonsten hält sich der gehende Tourist an die Strände und besonders im
Frühjahr an die angrenzenden riesigen Blumenwiesen (machair), u.a. mit
mehreren Orchideenarten. Von Mai bis Juli kommen auch Vogelfreunde auf
ihre Kosten. Mühelos lassen sich Bodenbrüter wie Austernfischer,
Seeschwalbe, Rotschenkel, Kiebitz (Foto) und Brachvogel beobachten, am
einfachsten vom Auto aus, von dem sich die Vögel nicht gestört fühlen.
Weitere Freizeitmöglichkeiten: Golf, Pony-Trekking auf Isländern,
Fahrradverleih.
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Der Postbote macht
zweimal täglich
auf der Insel die Runde. |
Wen wundert's, dass
der auch
hier wohnt? |
Unterkunft, Infrastruktur
Es
gibt zwei Hotels, zwei richtige Guesthouses und eine Handvoll B&Bs
sowie ein halbes Dutzend Ferienhäuser (Adressen siehe Internet
Guide for Scotland). Unser Quartier bei Pat und Bill Campbell (1
Double, private bathroom) in Balephetrish (Tel. 0044-(0)1879-220334) war
ein absoluter Glücksgriff, denn die Gastfreundschaft der beiden war
unübertrefflich. Größere Gruppen kommen im Hynish
Centre unter.
Die Versorgung ist ansonsten gesichert, mit 2 shops, Bank, post office,
Tankstelle, Arztpraxis. Restaurants in beiden Hotels und mit Anmeldung auch in beiden
Guesthouses.
Im übrigen ist in Kürze mit einer Explosion an websites zu rechnen, denn
im Juli 2002 erhält jeder Haushalt auf der Insel einen PC-Ausstattung mit
Internetanschluss auf Staatskosten.
Literatur
(bei amazon.uk)
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